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Gesundheit ist ein Prozess, der bewusst zu gestalten ist. Dieser Prozess dauert unser ganzes Leben und könnte verglichen werden mit einem Akku, der in gewissen Abständen - je nach Auslastung - aufgeladen werden muss.
Dieses Verständnis von Gesundheit basiert sowohl auf einer salutogenetischen und ganzheitlichen Orientierung als auch auf einer der fernöstlichen Tradition entlehnten Betrachtungsweise, insbesondere der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).
Die Salutogenese (Lehre der Gesundheit) fragt danach, was uns Menschen gesund erhält. Sie geht zudem davon aus, dass wir uns auf einem so genannten Gesundheits-Krankheits-Kontinuum bewegen, auf dem wir mal mehr in Richtung Gesundheit und mal näher am Pol Krankheit stehen. Und gleich, in welche Richtung es gerade geht: Jeder in welchem Ausmaß auch immer Erkrankte hat gleichzeitig auch immer mehr oder weniger viele gesunde Anteile in sich. Ebenso besitzt jeder Gesunde immer auch kranke Anteile (die nicht zwangsläufig krankmachen müssen).
Eine kleine bildhafte Beschreibung hilft vielleicht, den Grundgedanken des Konzepts zu verstehen:
Vergleiche den Strom des Lebens mit einem Fluss, der reißende Strömungen mit gefährlichen Strudeln hat und Flussgabelungen mit Biegungen, von denen wir nicht immer wissen, wohin sie führen. Niemand geht immer sicher am Ufer entlang. Die entscheidenden Fragen lauten demnach:
- Weshalb und wie geraten Menschen in den reißenden Fluss?
- Und wie werden Menschen zu guten Schwimmern?
Die ganzheitliche Betrachtungsweise des Menschen berücksichtigt neben dem ganzen Menschen auch sein gesamtes privates, soziales und berufliches Umfeld. Welche Einflüsse wirken auf uns ein? Und was machen sie mit uns? Was passiert, wenn ich in einem Bereich etwas verändere? Welche Auswirkungen hat dies auf mein “System” und meine Mitmenschen? Welche Vor- und Nachteile haben Veränderungen und auch derzeitige Verhaltens- und Denkweisen? Jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.
Auf dem Hintergrund des traditionellen chinesischen Denkens gibt es Verhaltensweisen und Verhältnisse, die krank machen und solche, die die Gesundheit fördern. Beides kann gleichzeitig der Fall sein. Es ist ein tiefgreifendes Weiterdenken der salutogenetischen Sichtweise (wohl wissend, dass die TCM wesentlich älter ist). Demnach ist der Mensch auch nicht erschaffen worden, um krank zu werden, sondern Gesundheit wird als Grundausstattung betrachtet, die es zu pflegen gilt. Angesprochen werden in dieser Betrachtungsweise ebenso die Selbstheilungskräfte, die wir aktivieren können.
Gesund denken — gesund leben!
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